Ein Datenstand statt Inseln
Sobald Stunden, Material und Belege in verschiedenen Programmen liegen, verbringt jemand seine Zeit mit dem Abgleich. Prüfen Sie zuerst, ob alles an denselben Vorgängen hängt.
Vergleich
Zettel und Excel, ein Rechnungsprogramm, ein CRM, ein Branchen-ERP im eigenen Haus oder eine Cloud-Lösung für Büro und Baustelle: Fünf Wege, die im Handwerk tatsächlich vorkommen, mit ihren Stärken und ihren Lücken. Am Ende wissen Sie, welche Fragen Sie jedem Anbieter stellen sollten.
Die Gegenüberstellung
Verglichen werden Systemarten, nicht einzelne Produkte. Über fremde Software lassen sich keine Aussagen treffen, die über Monate stimmen. Die Fragen dagegen bleiben dieselben, egal welchen Anbieter Sie sich ansehen.
| Merkmal | Zettel & Excelgewachsen, kostenlos, fehleranfällig | Rechnungsprogrammschreibt Belege, kennt die Baustelle nicht | Klassisches CRMaus dem Vertrieb gedacht, nicht aus dem Gewerk | Branchen-ERP im Hausmächtig, teuer, an den Server gebunden | Cloud-HandwerkersoftwareBüro und Baustelle in einem System |
|---|---|---|---|---|---|
| Angebot und RechnungBelege schreiben, Nummern fortlaufend, Pflichtangaben vollständig | teilweise | erfüllt | teilweise | erfüllt | erfüllt |
| E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung)Pflicht zum Empfang im Geschäft zwischen Unternehmen seit 2025 | nicht vorhanden | teilweise | nicht vorhanden | erfüllt | erfüllt |
| Aufmaß und KalkulationMengen vor Ort messen, Abzugsflächen rechnen, Positionen übernehmen | teilweise | nicht vorhanden | nicht vorhanden | teilweise | erfüllt |
| Zeiterfassung am AuftragAufzeichnungspflicht erfüllen und zugleich nachkalkulieren können | teilweise | nicht vorhanden | nicht vorhanden | teilweise | erfüllt |
| Material und LagerBestände je Halle, Werkstatt und Fahrzeug, Entnahme am Vorgang | nicht vorhanden | nicht vorhanden | nicht vorhanden | erfüllt | erfüllt |
| Disposition und PlantafelWer ist wann auf welcher Baustelle, umplanen ohne Telefonkette | teilweise | nicht vorhanden | teilweise | teilweise | erfüllt |
| Kundenhistorie an einem OrtAnrufe, Mails, Fotos und Absprachen am Kunden statt im Privatpostfach | nicht vorhanden | nicht vorhanden | erfüllt | teilweise | erfüllt |
| Banking und offene PostenZahlungseingänge zuordnen, Mahnlauf nach eigenen Fristen | nicht vorhanden | teilweise | nicht vorhanden | erfüllt | erfüllt |
| Mobil auf der BaustelleApp für Telefon und Tablet, auch im Funkloch nutzbar | nicht vorhanden | teilweise | teilweise | nicht vorhanden | erfüllt |
| Nachkalkulation je AuftragGeplante gegen tatsächliche Stunden und Material, während es läuft | nicht vorhanden | nicht vorhanden | nicht vorhanden | erfüllt | erfüllt |
| Übergabe an die BuchhaltungBelege ohne zweite Erfassung ins Buchhaltungsprogramm | nicht vorhanden | teilweise | nicht vorhanden | erfüllt | erfüllt |
| Offene SchnittstelleEigene Anbindungen bauen, statt auf ein Fertigmodul zu warten | nicht vorhanden | nicht vorhanden | teilweise | teilweise | erfüllt |
| Aufwand bis zum StartZeit, bis der Betrieb damit tatsächlich arbeitet | keiner | Tage | Wochen | Monate | Tage |
| KostenmodellWas der Betrieb über die Jahre wirklich bezahlt | Arbeitszeit | je Nutzer | je Nutzer und Modul | Lizenz plus Wartung | je Nutzer, alles enthalten |
Die Einordnung beschreibt den üblichen Funktionsumfang der jeweiligen Systemart. Einzelne Produkte können darüber hinausgehen. Prüfen Sie die Punkte deshalb bei jedem Anbieter einzeln nach.
Der Markt
Alphabetisch geordnet, ausdrücklich keine Rangfolge. Der Kurztext ist die Eigenbeschreibung des jeweiligen Anbieters von seiner Startseite, abgerufen im September 2026. Er ist als Zitat gekennzeichnet und keine Aussage von uns.
Noten stehen hier bewusst noch nicht. Eine Bewertung veröffentlichen wir erst, wenn sie auf einem eigenen Test der jeweils aktuellen Fassung beruht und mit Datum belegt ist. Wie wir dabei messen, steht im nächsten Abschnitt.
„Baustellen-App statt Zettelwirtschaft: Zeiterfassung, Mängelmanagement, Flottenmanagement und mehr.“
123erfasst.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Baustellen dokumentieren, Arbeitszeiten erfassen, das Team planen und Rechnungen schreiben, alles in einer Handwerkersoftware.“
craftnote.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Handwerkersoftware inklusive Automation: die Software, die deinen Betrieb genauso exzellent macht wie dein Handwerk.“
hero-software.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Modulare Handwerker-Software für Angebot, Einsatzplanung, Zeiterfassung und Dokumentation.“
meisterwerk.appEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Handwerkersoftware und Bausoftware in der Cloud für Handwerksbetriebe und Bauunternehmen, mit Projektplanung, Dokumentation und Rechnungswesen.“
openhandwerk.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Handwerkersoftware und Apps für Bauhaupt- und Baunebengewerbe: alle handwerklichen und kaufmännischen Prozesse in einer Software.“
pds.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Handwerker-Software, mit der sich Angebote und Rechnungen in Minuten erledigen lassen.“
plancraft.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Handwerkersoftware und Apps für verschiedene Gewerke: eine Software für alle Anforderungen, als Komplettpaket mit Betreuung.“
streit-software.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Einfache Handwerkersoftware nach dem Grundsatz mehr Handwerk, weniger Büro, mit über 35 Jahren Erfahrung.“
taifun-software.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
„Handwerkersoftware und App für Angebote, Rechnungen, Baustellenplanung, Zeiterfassung und Zahlungen.“
tooltime.deEigenbeschreibung, abgerufen am 16.09.2026
Funktionsumfang, Preise und Ausrichtung ändern sich. Prüfen Sie die für Sie entscheidenden Punkte deshalb beim Anbieter selbst nach, am besten an einem echten Auftrag. Fehlt eine Lösung in dieser Liste oder stimmt eine Angabe nicht mehr, schreiben Sie uns, dann ändern wir es.
Unsere Messlatte
Eine Note ist nur so viel wert wie das Verfahren dahinter. Deshalb steht hier offen, welche fünf Punkte wir prüfen und wie stark sie zählen. Wer anders gewichtet, kommt zu einem anderen Ergebnis, und das ist in Ordnung: Ein Betrieb mit zwei Leuten hat andere Prioritäten als einer mit sechzig.
Wir veröffentlichen eine Note erst, wenn sie auf einem eigenen Test der jeweils aktuellen Fassung beruht und mit Datum belegt ist. Eine Rangliste aus Werbetexten wäre schnell gebaut und nichts wert.
Durchgängigkeit30 %
Angebot, Aufmaß, Zeiten, Material, Rechnung und Zahlung an denselben Vorgängen, ohne zweites Programm.
Baustellentauglichkeit25 %
App für Telefon und Tablet, wenige Schritte je Handgriff, ohne Netz nutzbar.
Zahlen und Nachkalkulation20 %
Geplant gegen tatsächlich je Auftrag, während die Arbeit läuft, nicht erst im Abschluss.
Anschlussfähigkeit15 %
Buchhaltung, Datanorm, GAEB, E-Rechnung und eine offene Schnittstelle für eigene Anbindungen.
Preis und Vertrag10 %
Verständliches Modell, keine Funktion hinter einem teureren Paket, Export der eigenen Daten jederzeit.
Auswahl
Funktionslisten sind lang und sagen wenig. Diese Punkte entscheiden im Alltag darüber, ob eine Software benutzt wird oder nach drei Monaten wieder danebenliegt.
Sobald Stunden, Material und Belege in verschiedenen Programmen liegen, verbringt jemand seine Zeit mit dem Abgleich. Prüfen Sie zuerst, ob alles an denselben Vorgängen hängt.
Was auf dem Dach nicht in zwanzig Sekunden erfasst ist, wird nicht erfasst. Testen Sie die App an einem echten Auftrag, mit Handschuhen und ohne Netz.
Im Rohbau und im Keller gibt es kein Netz. Eine Erfassung, die dort hängt, holt den Zettel zurück.
Erst der Vergleich von geplant und tatsächlich zeigt, welche Leistung trägt. Ohne ihn wiederholt sich jeder Kalkulationsfehler jahrelang.
Der Empfang elektronischer Rechnungen ist im Geschäft zwischen Unternehmen seit 2025 Pflicht. Ein Zusatzmodul dafür ist ein Warnzeichen.
Rechnen Sie mit der Ausbaustufe, die Sie in zwei Jahren brauchen, nicht mit dem Einstiegspaket. Sonst zahlen Sie genau dann mehr, wenn es läuft.
Export in gängige Formate, jederzeit und ohne Bitte beim Anbieter. Das ist die Versicherung gegen einen Wechsel, den Sie heute nicht planen.
Support am Telefon, auf Deutsch, in Ihrer Zeitzone. Ein Ticketsystem ohne Rückruf hilft niemandem, der auf der Baustelle steht.
Datenübernahme, Vorlagen und Schulung entscheiden über den Erfolg der Umstellung, nicht die Funktionsliste.
CRM für Handwerker
Ein klassisches CRM ist für Verkaufsprozesse gebaut: Leads, Pipeline, Abschlusswahrscheinlichkeit. Im Handwerk ist der Kunde selten das Problem. Das Problem ist der Auftrag zwischen Zusage und bezahlter Schlussrechnung.
| Klassisches CRM | Handwerkersoftware mit Kundenakte | |
|---|---|---|
| Worum es geht | Verkaufschancen durch eine Pipeline schieben | Aufträge sauber durch den Betrieb bringen |
| Was am Kontakt hängt | Aktivitäten, Deals, Umsatzprognose | Angebote, Termine, Fotos, Stunden, Rechnungen |
| Wer damit arbeitet | Vertrieb | Büro, Bauleitung und Monteure |
| Der wichtigste Moment | Abschluss des Geschäfts | Abnahme und bezahlte Schlussrechnung |
| Typische Lücke | kennt weder Aufmaß noch Material noch Zeiten | ersetzt keine Vertriebssteuerung großer Außendienste |
Kosten
Zwei Angebote mit demselben Preis je Nutzer können sich über drei Jahre um das Doppelte unterscheiden. Diese sechs Posten gehören in jede Rechnung.
Der sichtbare Teil. Vergleichbar wird er erst, wenn alle Anbieter dieselbe Ausbaustufe abdecken.
Aufmaß, Zeiterfassung oder E-Rechnung als Extra treiben den Preis genau dann, wenn der Betrieb wächst.
Einmalig, aber selten klein. Wer sie selbst macht, zahlt mit Arbeitszeit statt mit Rechnung.
Eine halbe Stunde je Person auf der Baustelle, ein halber Tag im Büro. Ohne sie wird die Software nicht benutzt.
Bei Software im eigenen Haus: Gerät, Sicherung, Updates, Ausfallzeit. In der Cloud entfällt das.
Vergessene Nachträge, spät gestellte Rechnungen, doppelt gekauftes Material. Der größte Posten, und der einzige ohne Rechnung.
Rechnen Sie es für Ihre Mannschaft durch: zum Preisrechner.
Zum Nachlesen
Wer Handwerkersoftware vergleicht, landet schnell bei Funktionslisten. Die sind lang, sie ähneln sich, und sie beantworten die Frage nicht, auf die es ankommt: Was passiert im Betrieb zwischen dem Moment, in dem ein Kunde anruft, und dem Moment, in dem das Geld auf dem Konto ist. Auf diesem Weg liegen Angebot, Aufmaß, Disposition, Material, Stunden, Nachträge, Abnahme, Rechnung und Zahlung. Jede Stelle, an der dieser Weg von einem Programm in ein anderes wechselt, kostet Zeit und erzeugt eine zweite Wahrheit.
Deshalb ist die erste Frage nicht, wie viele Funktionen eine Software hat, sondern wie viele Systeme danach noch übrig sind. Ein Betrieb mit einem Rechnungsprogramm, einer Zeiterfassungsapp, einer Excel-Datei für das Material und einem Kalender im Büro hat vier Wahrheiten über dieselbe Baustelle. Niemand gleicht die freiwillig ab, und am Monatsende fehlt dann der Nachtrag, den jemand mündlich zugesagt hat.
Die zweite Frage betrifft die Baustelle. Software wird im Büro ausgesucht und auf der Baustelle benutzt oder eben nicht. Was mit Handschuhen, bei Regen und ohne Netz nicht in wenigen Sekunden erledigt ist, wird nicht gemacht. Dann entsteht die Dokumentation abends aus dem Gedächtnis, mit den bekannten Lücken, und der schönste Funktionsumfang läuft ins Leere. Ein Test mit einem echten Auftrag sagt darüber mehr als jede Demo.
Die dritte Frage ist die nach den Zahlen. Viele Betriebe wissen erst nach dem Jahresabschluss, ob sie verdient haben, und selbst dann nur insgesamt. Welche Leistung trägt und welche seit Jahren zu billig angeboten wird, lässt sich nur beantworten, wenn Stunden und Material am Auftrag hängen. Eine Nachkalkulation, die während der Arbeit zeigt, dass die Hälfte der geplanten Stunden weg ist und erst ein Drittel geschafft, gibt dem Betrieb die Möglichkeit zu reagieren.
Viertens die Pflichten. Die Aufzeichnung der Arbeitszeit ist seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts von 2022 verbindlich. Der Empfang elektronischer Rechnungen ist im Geschäft zwischen Unternehmen seit dem 1. Januar 2025 Pflicht. Belege müssen über Jahre unveränderbar aufbewahrt werden. Eine Software, die das nebenbei erledigt, spart nicht nur Arbeit, sie nimmt auch das Risiko aus dem Betrieb.
Und schließlich der Preis. Vergleichbar wird er erst, wenn alle Anbieter dieselbe Ausbaustufe abdecken und Einrichtung, Schulung und die Module mitgerechnet sind, die in zwei Jahren gebraucht werden. Ein Einstiegspaket, das genau dann teurer wird, wenn der Betrieb wächst, ist kein günstiges Angebot, sondern ein verschobenes.
Häufig gesucht
Kurz beantwortet, ohne Verkaufsgespräch.
Für ein bis fünf Personen zählt, wie schnell der Papierkram abends fertig ist. Entscheidend sind Angebot, Rechnung, Zeiterfassung und ein angebundenes Konto. Alles, was eine Einführung über Wochen verlangt, passt hier nicht.
Ein reines CRM führt den Kontakt, kennt aber weder Aufmaß noch Stunden noch Material. Im Handwerk ist der Kunde selten das Problem, der Auftrag ist es. Sinnvoll ist eine Software, die beides führt: Historie am Kunden und Abläufe am Vorgang.
Üblich sind Beträge je Nutzer und Monat, häufig gestaffelt nach Paket. Vergleichbar wird das erst, wenn man dieselbe Ausbaustufe gegenüberstellt und Einrichtung, Module und Schulung mitrechnet.
Software im eigenen Haus bindet Geld in Gerät, Sicherung und Wartung und ist von unterwegs schwer erreichbar. Cloud-Lösungen brauchen Vertrauen in den Anbieter und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, laufen dafür überall.
Ein Solobetrieb schreibt oft am ersten Tag sein erstes Angebot. Betriebe mit zehn bis fünfzig Personen arbeiten meistens nach zwei bis vier Wochen produktiv, abhängig davon, wie viele Altdaten übernommen werden.
Fast nie an der Software, fast immer an der ersten Woche. Wenn die Mannschaft nicht sofort merkt, dass ihr etwas abgenommen wird, kommt der Zettel zurück. Deshalb gehören Schulung und Begleitung zur Auswahl dazu.
Empfangen ja. Die Pflicht zum Empfang elektronischer Rechnungen gilt im Geschäft zwischen Unternehmen seit dem 1. Januar 2025. Wer öffentliche Auftraggeber bedient, braucht zusätzlich den Versand als XRechnung.
Lassen Sie sich vor dem Vertrag zeigen, wie ein Export aussieht und welche Formate er liefert. Ein Anbieter, der das nicht ohne Rückfrage vorführen kann, ist ein Risiko, unabhängig vom Funktionsumfang.
Wer diese Punkte durchgeht, erkennt in einem Gespräch, ob ein Angebot zum Betrieb passt.
5 Wege
die im Handwerk tatsächlich vorkommen
14 Merkmale
die in jeder Auswahl geprüft gehören
6 Kostenarten
die ein Monatspreis nicht zeigt
ab 28 €
je Nutzer und Monat bei Workstool
Häufige Fragen
Ein CRM führt Kontakte und Verkaufschancen. Eine Handwerkersoftware führt den Auftrag vom Angebot über Aufmaß, Stunden und Material bis zur bezahlten Rechnung und enthält die Kundenhistorie als einen Teil davon. Für das Handwerk ist der Auftrag die Klammer, nicht der Deal.
Legen Sie einen laufenden Auftrag in Workstool an, messen Sie auf, buchen Sie Stunden und schreiben Sie die Rechnung. Danach wissen Sie mehr als nach jeder Funktionsliste.